US-Recht

Wegen Abwerbe-Absprache: Sammelklage in den USA gegen Adobe, Apple, Google und Intel

Sammelklage gegen IT-Größen in den USA: Wie jetzt bekannt wurde, werden unter anderem Adobe, Apple, Google und Intel wegen angeblich illegaler Absprachen beim Thema Abwerben von Mitarbeitern verklagt. (Thilo Bayer, 23.01.2012)
 
Wegen Abwerbe-Absprache: Sammelklage in den USA gegen Adobe, Apple, Google, Intel
 
Wegen Abwerbe-Absprache: Sammelklage in den USA gegen Adobe, Apple, Google, Intel [Quelle: siehe Bildergalerie]
Für Apple, Google und Intel könnte es in diesem Jahr zu unschönen Gerichtsszenen in den USA kommen. Berichten zufolge gab es einen Nicht-Abwerbepakt zwischen großen Unternehmen, der es verhindert hat, dass sich die Firmen gegenseitig wichtiges Personal abwerben. Ein "Wettbewerb um Talente" hätte damit faktisch nicht stattgefunden. Eine Sammelklage gegen Adobe, Apple, Google, Intel, Intuit, Lucasfilm und Pixar soll nun klären, in welchem Ausmaß diese wettbewerbsfeindlichen Absprachen getroffen wurden. Allerdings gibt es bisher keine vollständigen Gerichtsunterlagen, viele der jetzt ans Licht der Öffentlichkeit gelangten Unterlagen sind geschwärzt.

Es gibt aber eine angebliche E-Mail von der Adobe-Personalchefin, die davon spricht, dass Adobe und Apple abgesprochen haben, keine Mitarbeiter gegenseitig abzuwerben. Demnach hätte es eine Vereinbarung zwischen dem Adobe-Chef Chizen und Steve Jobs gegeben. Diese Abmachung soll an Adobes Personalabteilungen weltweit verschickt worden sein. Ähnliche Abkommen soll es zwischen Pixar und Lucasfilm sowie Pixar und Apple gegeben haben. Nur der Palm-Chef scheint sich 2007 gegen eine entsprechende Vereinbarung gewehrt haben. Nun hat ein Softwareentwickler eine Sammelklage gegen die vorab genannten Firmen eingerichtet. Der Vorwurf lautet, ein Kartell gebildet zu haben, um Abwerbeversuche zu unterbinden, Personalkosten gering zu halten und die Weiterentwicklungsmöglichkeit der Mitarbeiter einzuschränken. Ende Januar kommt es zu einer ersten Anhörung in dem Fall. Stellungnahmen der Firmen liegen bisher noch nicht vor.

Wie Spiegel Online berichtet, stufen die Verteidiger der beklagten Firmen eine Sammelklage als "gegenstandslos" ein. Es hätte kein Kartell gegeben, die Unterlagen würden lediglich sogenannten bilaterale Abkommen, also Abkommen zwischen zwei Firmen, beschreiben. Das US-Justizministerium habe die Unterlagen ebenfalls dahingehend gedeutet. Ob es damit zu einer Sammelklage kommt, ist damit unklar.

Quelle: Golem, Techcrunch, PC Games Hardware

In der Galerie: Die größten Google-Flops bis dato

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
 

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