Wirtschaft

Bericht: Apple prüft Arbeitsbedingungen bei Zulieferern

Apple ist zwar der Entwickler von iPhone, iPod, iPad und vielen anderen Produkten, doch hergestellt werden die Geräte in der Regel von großen Auftragsfertigern in Asien. Laut unabhängigen Untersuchungen und Kontrollen durch Auftragsgeber wie Apple werden immer wieder Missstände bei Arbeitsbedingungen offenbart. Apple nimmt sich diesem Thema jetzt etwas offensiver an und verspricht Besserung für die Arbeitnehmer der Zulieferer. (Lars Craemer, 16.01.2012)
 
Apple: iPhone-Hersteller prüft Arbeitsbedingungen bei Foxconn, Pegatron und Co.
 
Apple: iPhone-Hersteller prüft Arbeitsbedingungen bei Foxconn, Pegatron und Co. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Fast alle Hersteller aus dem IT-Segment lassen große Stückzahlen in Asien fertigen, Lohnkosten und anfallende Nebenkosten sind in asiatischen Staaten in der Regel deutlich geringer als in Amerika oder Europa. Doch die günstige Fertigung hat oft auch Schattenseiten - neben den Arbeitsbedingungen werden auch oft Umwelt-Themen kritisiert. Kein Wunder also, dass bei solchen Missständen bekannte Hersteller wie beispielsweise Apple ebenfalls in der Kritik stehen. Kritiker werfen den großen Auftraggebern hohe Gewinne auf Kosten der Arbeiter in Asien vor. Der iPhone-Hersteller Apple tritt dieser Kritik nun offensiv entgegen. Neben eigenen Kontrollen in den Firmen der Zulieferer will man sich zukünftig im Rahmen einer FLA-Mitgliedschaft verpflichten, für bessere Arbeits- und Umwelt-Bedingungen zu sorgen.

Über die Selbstkontrolle hinaus tritt Apple als erster Elektronik-Hersteller der Organisation Fair Labor Association (FLA) bei. Mit dem Beitritt verpflichtet sich ein Unternehmen, auch in seiner Zulieferkette für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die Selbstkontrolle hat zudem ergeben, dass nur 38 Prozent der asiatischen Lieferanten von Apple eine maximale Arbeitszeit von 60 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Bei einigen Zulieferern wurde laut den Untersuchungen auch ein freier Tag pro Woche nicht immer gewährt. Darüber hinaus gab es bei rund einem Drittel der Arbeitgeber Kritikpunkte beim Umgang mit gesundheitsgefährdenden Substanzen. Der Apple-CEO Tim Cook widmete sich dem Thema sogar in einem internen Apple-Rundschreiben.

"We've also used our influence to substantially improve living conditions for the people who make our products. Apple set a new standard for suppliers who offer employee housing, to ensure that dormitories are comfortable and safe. To meet our requirements, many suppliers have renovated their dorms or built new ones altogether."

Im Rahmen der bekannt gegebenen Untersuchungsergebnisse gewährte Apple auch Einblick in die Lieferantenliste, diese umfasst rund 156 Betriebe. Neben den bekannten Auftragsfertigern wie Foxconn oder Pegatron findet man in dieser auch beispielsweise Samsung Electronics und Sharp.

In der Galerie: Legendäre Apple-Produkte an denen Steve Jobs mitgearbeitet hat.

Quelle: Macrumors, PC Games Hardware

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(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
 

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