CES 2012

CES 2012: Kopf runter - die AR Drone 2.0 kommt!

Mit Parrots nächster Drohnengeneration fühlen Sie sich wie beim US-Militär oder der Polizei - wenn auch nur für eine Viertelstunde. PCGH hat sich die Drone in Version 2.0 auf der CES 2012 angesehen. (Bayer, Austinat, 12.01.2012)
 
Parrot Quadcopter AR.Drone 2.0
 
Parrot Quadcopter AR.Drone 2.0 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Schon seit gut einem Jahr sorgt die AR Drone des französischen Herstellers Parrot auf Technologiemessen für Aufsehen: Der mit iPhone oder Android-Smartphones steuerbare Vogel mit seinen vier horizontalen Propellern düste in einer Art Volière durch die Messehallen, um niemandem Schaden zuzufügen. Auf der CES 2012 wagte sich Parrot auf den Vorplatz des Las Vegas Convention Centers, um dort mutige Nachwuchspiloten zu einem Flugwettbewerb einzuladen. PCGH berichtete bereits über den überarbeiteten Quadcopter, nun haben wir uns das Gerät vor Ort angesehen.

Wer die erste Fassung der AR Drone besaß, brauchte Geschick und möglicherweise auch einen tiefen Geldbeutel, denn der Flieger zeichnete sich nicht unbedingt durch besondere Stabilität aus. Ein unsachgemäßer Absturz konnte das Ende des Vehikels bedeuten. Die zweite Fassung besitzt nun eine deutlich verstärkte Rumpfstruktur und die Schaumstoffschutzpolster verpacken mehr als bisher - bei einer unsanften Landung beziehungsweise einer Kollision mit einer Komponente des CES-Hindernisparcours flogen höchstens einmal Teile der Ummantelung ab. Die AR Drone blieb ganz.

Wer den Nachbarn über dessen Gartenhecke hinweg ausspähen will, kann das in besserer Qualität durchführen: Die On-Board-Kamera überträgt jetzt ein Bild im 720p-Format und nimmt 30 Bilder pro Sekunde auf - gleich nach dem Flug können Sie die Filme auf YouTube hochladen. Wenn Sie sehen wollen, ob der Schornsteinfeger gute Arbeit geleistet hat, nur zu: Lediglich den WiFi-Kontakt mit der AR Drone sollten Sie nicht verlieren. Das entspricht in der Praxis laut Parrot-Angaben einer Distanz von etwa 50 Metern. Dabei können Sie wählen, ob Sie die AR Drone im eigenen Auge behalten oder sich lieber auf deren Kamera-Live-Stream auf Ihr Smartphone-Display verlassen wollen. Sie können die Drohne sogar einen vorgegebenen Kurs abfliegen lassen und in die in allen Flugmodi aufgezeichneten Flugdaten mit anderen Hobbypiloten austauschen.

Wie bisher laden iPhone- und Android-Besitzer die Steuer-App in den jeweiligen App-Stores herunter. Über die App wird auch die Firmware des Fliegers bequem aktualisiert. Die vier Motoren surren mit feschen 28.500 Umdrehungen pro Minute und benötigen je 14,5 Watt - nach 15 bis 20 Minuten ist Schluss mit lustig und der LiPo-Akku muss wieder ans Ladegerät. Für 300 US-Dollar soll das Gerät den Besitzer wechseln - dafür bekommen Sie nicht mal eine Helikopter-Flugstunde. Technisch interessierte Leser finden im Netz übrigens die gesammelten technischen Daten der AR Drone 2.0.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
 



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