Netzsicherheit

Sicherheitslücken in GSM-Netzen: O2 besonders betroffen - Mobilgerätehersteller künftig gefragt

Während des vom Chaos Computer Clubs abgehaltenen Hackerkongresses 28C3 in Berlin ist auch das Thema Sicherheit von GSM-Netzen auf den Tisch gekommen. Nach Ansicht von Security Research Labs ist O2 in Deutschland insbesondere betroffen. (Andreas Link, 29.12.2011)
 
Sicherheitslücken in GSM-Netzen: O2 besonders betroffen
 
Sicherheitslücken in GSM-Netzen: O2 besonders betroffen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update: Die von Nohl im letzten Jahr vorgebrachten Verbesserungsvorschläge wurden dem Bericht zufolge nicht von allen Netzbetreibern auch umgesetzt - hier wäre schon einmal gutes Startpotenzial vorhanden. Einige der Vorschläge wurden nur wenige Wochen bei der Umsetzung benötigen, andere dagegen Jahre. Trotzdem gebe es keine Alternative dazu, alle Schritte umzusetzen - immerhin würden auch die Hacker aufrüsten, die nötige Ausrüstung wird günstiger. Nach Absicherung der Netze wäre es dann an der Zeit, dass die Hersteller von Mobilgeräten nachrüsten. Hier wäre die meist überschaubare Vertragslaufzeit ein guter Ansatzpunkt, neue Sicherheitstechnologien zu verbreiten.

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Karsten Nohl, Chef der Sicherheitsfirma Security Research Labs, hat auf dem vom Chaos Computer Club (CCC) abgehaltenen Hackerkongress 28C3 in Berlin eine Auswertung vorgestellt, die die Sicherheit von GSM-Netzen untersucht. Demnach sei es möglich, dass mithilfe von Sicherheitslücken in den GSM-Netzen nahezu jedes GSM-Handy oder -Smartphone unter fremde Kontrolle gebracht werden kann.

Die Lage ist besonders prekär, da das Hacken über das GSM-Netz relativ einfach vonstatten gehen soll, anders wie es bei einem Hack über internetfähige Smartphones der Fall ist. Wir können das binnen kurzer Zeit bei hunderttausenden von Handys machen", kommentiert Nohl. Möglich ist es nach einem Bericht der Kollegen von Golem auch, dass man Identifikationsmerkmale eines Netzteilnehmers über 35 Kilometer nachahmen kann. Details wollte man aber naturgemäß keine nennen.

Wer die Sicherheitslücke ausnutzt, könnte zum Beispiel Mehrwertnummern in Afrika anrufen. Der Geschädigte merkt das erst beim Eintreffen der nächsten Rechnung. Mit einer Prepaid-Karte ist man zumindest halbwegs sicher. Weiterhin präsentierte Nohl eine GSM-Karte, die die Sicherheit der Netzwerkanbieter einstuft. In Deutschland schneidet O2 von den großen Vier am schlechtesten ab. E-Plus- und Vodafone-Kunden sind mittelmäßig geschützt, am besten kommen T-Mobile-Kunden weg.

Quelle: Golem

Außerdem in der Galerie: 25 Mal Schutzsoftware im Test: Kostenlos-Virenscanner versus teuere Security-Suiten
(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
 

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