Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Microsoft hat eine Untersuchung veröffentlicht, die herausarbeitet, dass sich 45 Prozent der Nutzer ihren Rechner selbst mit Schadsoftware. Weitere 26 Prozent der Infektionen stammen von USB-Speichermedien, deren Autorun-Funktion das System zu einem Befall leiten kann. Die Autorun-Funktion von USB-Laufwerken hat Microsoft bei Windows per Patch abgestellt, sodass hier keine Infizierungen mehr möglich sind, wenn sie nicht aktiv ausgeführt werden.
Weiterhin sind 17,2 Prozent der Infektionen aus Netzwerkenfreigaben. Sicherheitslücken sind nur in 5,6 Prozent der Fälle Ursache eines Malwarebefalls und weitere 4,4 Prozent stammen aus dem Befall anderer Dateien. Es folgen Brute-Force-Angriffe zum knacken von Passwörten und Office-Macros mit 1,7 Prozent bzw. 0,7 Prozent. Es ist die erste Auswertung dieser Art, weshalb keine Veränderungsaussage zu vorhergegangenen Auswertungen möglich ist. Experten gingen bisher davon aus, dass Sicherheitslücken eine viel größere Rolle spielen.
Bei der Infektion ist in Deutschland vor allem Adware mit 44,1 Prozent für das Ungemach verantwortlich. 26,5 Prozent entfallen auf potenziell unerwünschte Software, weitere 25,4 Prozent entfallen auf Trojaner. In der Summe ging die Infektion von Rechnern etwas zurück: 3,2 von 1.000 Rechnern waren im zweiten Quartal 2011 verseucht - im Vorjahr waren es noch 5,3. Weltweit liegt der Schnitt bei 9,8.
Am häufigsten würde übrigens die Adware JS/Pornpop auf den Rechnern gefunden. Das Javascript ist auf die Einblendung pornografischer Werbung spezialisiert. Analysiert wurden von Microsoft 600 Millionen Systeme in 100 Ländern. Die Daten stammen vom Tool zum Entfernen bösartiger Software. Der lesenswerte Bericht ist als PDF am Ende des Artikels zu finden.
Quelle:
Microsoft
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