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Zensurkrieg: Google geht bei der Kartendienst-Lizenzvergabe in China leer aus

Nachdem China dem Konzern erneut die ICP-Jahreslizenz zugeteilt hat, scheint man im Maps-Bereich aber noch nicht so ganz einer Meinung zu sein. (Craemer, Link, 13.07.2010)
 
Google
 
Google [Quelle: siehe Bildergalerie]
In China muss die Lizenz zum Anbieten von Internetinhalten jedes Jahr erneuert werden. Mittlerweile hat die chinesische Regierung Google erneut die ICP-Lizenz zugeteilt. Google bleibt also in China. In Sachen Filterung wird vermutlich die aktuelle Marschroute beibehalten: Interessierte Anwender können über einen Link auf die ungefilterte Honkong-Webseite zugreifen, per Default landen die meisten Chinesen aber weiterhin auf der .cn-version der Google-Suchseite. Weitere Infos zum Thema im offiziellen Google-Blog.

Allerdings sind damit noch lange nicht alle Probleme zwischen China und Google aus der Welt geschafft, denn in Form des Kartendienstes Maps droht neues Ungemach. In China sind vor kurzem erst Lizenzen für onlinebasierte Kartendienste eingeführt worden und bereits 23 Anbieter haben dies erhalten, Google allerdings nicht. Eine offizielle Stellungnahme zu der Verweigerung gibt es bislang nicht und Google prüft momentan akribisch, wo man gegen die strengen Vorgaben der chinesischen Regierung nicht eingehalten haben könnte.

Vermutlich geht der Behörde die "Freizügigkeit" von Maps zu weit und es müssen noch militärische Bauwerke unkenntlich gemacht werden, aber auch eine politische Motivation wäre denkbar.

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