Samsung Galaxy S [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit dem Galaxy S ist seit wenigen Tagen das aktuelle Premium-Prdoukt von Samsung im Android-Segment verfügbar. Das Samsung
Galaxy S kostet bei Amazon momentan rund 450 Euro. Zum Vergleich: Das
HTC Desire kostet 470 Euro, das
Apple iPhone kostet 900 Euro und das
Palm Pre Plus kostet 490 Euro.
Samsung Galaxy S - die HardwareHerzstück das Samsung Galaxy S ist ein Hummingbird-Prozessor mit Cortex-A8-Basis, dieser taktet mit 1 GHz und soll laut unbestätigten Specs 1 Volt verbrauchen - das Design ist dem das Apple A4 ähnlich, beide Prozessoren werden in SoC-Bauweise gefertigt. Der CPU zur Seite stehen 512 MByte RAM, darüber hinaus
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besitzt das Gerät noch 8 GByte internen Speicher, der via microSD-Karte auf insgesamt 32 GByte aufgebohrt werden kann - diese Tatsache ist besonders hinsichtlich des bereits bestätigten Android-2.2-Updates interessant, da man ab dieser Revision Apps auch auf die SD-Karte auslagern kann. Laut Samsung soll Froyo (2.2) noch dieses Jahr für das Galaxy S veröffentlicht werden. Samsung hat das Galaxy S mit einem zusätzlichen Grafikprozessor ausgestattet. Erste Eindrücke bestätigen die theoretische Leistung - so ist das Galaxy S bei Grafikintensiven Berechnungen eines der schnellsten Handys auf dem Markt. Weitere Tests folgen.
Das verwendete Display ist 4 Zoll groß und bietet eine
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maximale Auflösung von 800 x 480 Pixel. Ein echtes Highlight des Galaxy S ist die Super AMOLED-Technik, die im Vergleich zu herkömmlichen Handys deutlich knackigere Farben erlaubt. Die Pixeldichte liegt bei 233 ppi, liegt als unter iPhone 4-Niveau. Im direkten Vergleich punktet das Apple-Retina-Display zwar mit der feineren Auflösung, doch in Sachen Farben und Kontrasten ist das Galaxy S-Display mindestens ebenbürtig. Darüber hinaus sehen Webseiten auf dem Galaxy S deutlich feiner und farbenfroher aus, auch die Schrift ist im Vergleich zum iPhone 3GS deutlich besser lesbar. Kurzum: Das Super AMOLED-Display des Galaxy S ist neben dem Retina-Display des iPhone 4 eines der besten Modelle auf dem Markt. Anfänglich Kritik von anderen Testern hinsichtlich der Lesbarkeit des Displays bei direkter Sonneneinstrahlung konnten wir nicht teilen. Grundsätzlich ist dies ein Schwachpunkt bei Smartphone-Displays, aber Google Maps war mit angepasster Helligkeit durchaus lesbar und schon ein leichtes Kippen des Displays verbesserte die Lesbarkeit enorm.
Samsung Galaxy S - Fotos und VideosIn Sachen Kamera und Video ist man auf den ersten Blick bestens bedient, allerdings muss man trotz Premium-Segment Abstriche in Kauf nehmen. Das Galaxy S nimmt Bilder mit einer maximalen Auflösung von 2.560 x 1.920 Bildpunkten auf und bietet eine Autofocus-Funktion an, der Bildsensor wird mit 5 Megapixel angegeben. Durch Berühren des Displays können Sie manuell den Fokus-Punkt bestimmen. Alle Bilder bei durchschnittlicher Beleuchtung sind sehr gut gelungen und auch die Auslösezeit ist für Smartphone-Verhältnisse sehr gut.
Videos werden mit 720p (1.280 x 720 Bildpunkte) bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Auch hier ist die Qualität gut bis sehr gut, allerdings hat man mit den Grundsettings je nach Umgebung eine leichte Farbverfälschung Richtung Grün - für eine Fotofuchs dank manuellem Weißabgleich aber keine echte Herausforderung. Videos sind auf jeden Fall Youtube-Geeignet, wichtige Events sollte man aber dennoch lieber mit einem HD-Camcorder aufnehmen.
Samsung verzichtet beim Galaxy S auf eine Blitz und auf LED-Beleuchtung - Sie sind als auf jeden Fall auf das Umgebungslicht angewiesen. In Anbetracht der Einsatzgebiete von Handy-Kameras kann man diesen Umstand eventuell verschmerzen, da die bisherigen Geräte unter erschwerten Bedingungen meist kläglich versagten. Das Galaxy S liefert aber auch bei schlechter Beleuchtung gute Ergebnisse. Vielleicht hätte die Qualität samt Blitz oder zumindest LED-Licht noch gesteigert werden können. Die Zusatzkamera mit VGA-Qualität muss auch ohne Beleuchtung auskommen, die Qualität ist dem VGA-Standard entsprechend - akzeptabel.
Samsung Galaxy S - Gehäuse, Verarbeitung, Knöpfe, AnschlüsseAnwender die vorher das iPhone oder das HTC Desire in der Hand hatten werden durch das geringe Gewicht das Galaxy S irritiert sein - 118 Gramm fühlen sich im Vergleich zum iPhone 4 (137 Gramm) sehr leicht an. Aber auch die restliche Verarbeitung das Galaxy S mutet etwas "leicht" an, so wird man rundum von Plastik begrüßt und der Rückendeckel lässt sich komplett abnehmen. Zwischen dem Galaxy S und dem iPhone liegen einfach Welten, allerdings ist die Verarbeitung des Samsung-Geräts nicht schlecht, nur die Materialien und die Verarbeitung sind beim Klassenprimus (in Sachen Materialien) einfach eine Liga höher. Im alltäglichen Gebrauch stört dies allerdings reichlich wenig.
Unter der Plastikabdeckung verstecken sich der Akku, die SIM-Karte und der Slot für die microSD-Karte. Daher muss man zum Wechseln der Karte leider das Gerät öffnen, in der Praxis macht man dies aber ohnehin eher selten. Des Weiteren bietet das Galaxy S noch einen USB-Anschluss samt Schieber zum Schutz, einen Klinkenanschluss und eine Lautstärkewippe auf der linken Seite. Der Homebutton ist mit einem Mikroschalter ausgestattet, links und rechts daneben befindet sich jeweils ein berührungsempfindlicher Knopf.
Samsung Galaxy S - die SoftwareZum Marktstart wird das Galaxy S von Samsung mit Android 2.1 ausgestattet sein, ein Update auf 2.2 wurde für Ende des Jahres offiziell bestätigt. Samsung versieht das Smartphone ähnlich wie HTC mit einer eignen Oberfläche. TouchWiz UI 3.0 sieht gut aus, fasst verschiedene Social Network-Schnittstellen zusammen und bietet ansonsten bekannte Android-Kost. Auch ist man nicht zu stolz, um bei Apple Anregungen zu holen - so findet man am unteren Rand eine Schnellstartleiste für die wichtigsten Funktionen.
Samsung Galaxy S - AkkulaufzeitBeim Samsung Galaxy S kommt ein 1.500 mAh-Akku zum Einsatz, die Kapazität passt zu den Hardware-Komponenten. Laut Samsung soll das Super AMOLED-Display stromsparender sein als herkömmliche Produkte. Wir hatten das Galaxy S jetzt rund zwei Tage im Einsatz und können ihm zumindest ein Leistungsniveau auf Desire- und iPhone-Ebene attestieren. Subjektiv scheint das Gerät bis zu 2 Tage durchzuhalten, mit der Deaktivierung verschiedener Dienste ist vielleicht noch mehr drin, wenn man von einem Tag bei normaler Nutzung ausgeht (also auch Spiele), ist man auf der sicheren Seite.
Fazit: Samsung Galaxy SDas Galaxy S ist gewöhnungsbedürftig. Geringes Gewicht, kein LED-Blitz/Beleuchtung, Plastik-Haptik, ein Mix aus herkömmlichen Tasten und berührungsempfindlichen Varianten und die eigene Custom UI für Android 2.1. Auf der anderen Seite ist das Gerät im Betrieb einfach wahnsinnig schnell und auch Bilder und Video machen Laune. Umsteiger von HTC-Geräten brauchen eine kurze Eingewöhnungszeit, dann geht alles leicht von der Hand. Noch sind wir uns nicht ganz sicher, welche Platzierung das Galaxy S im Android-Olymp verdient hat. Subjektiv betrachtet und Schnitzer wie das Fehlen einer Beleuchtung außen vor, steckt das es das HTC Desire oder das Nexus One vor allem wegen dem Display in die Tasche.
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