Wirtschaft

Foxconn verkleinert Werk in Shenzen - nur noch Apple-Produktion bleibt am Standort

Der weltweit größte Elektronik-Hersteller Foxconn, der beispielsweise für Apple, Dell und weitere große Firmen fertigt, will rund 300.000 Mitarbeiter aus dem Problemwerk in Shenzen umsiedeln. (Lars Craemer, 30.06.2010)
 
Foxconn
 
Foxconn [Quelle: siehe Bildergalerie]
Foxconn ist der weltweit größte Elektronik-Hersteller und ist ein Teil des taiwanischen Hon-Hai-Konzerns. Unter anderem stellt das Unternehmen das iPhone für Apple her, auch andere Firmen wie Dell, Hewlett Packard, Sony und Nokia lassen viele Produkte bei Foxconn fertigen. In Shenzen beschäftigt Foxconn alleine 400.000 Mitarbeiter - in ganz China sind es 800.000.

Nun hat Foxconn bekannt gegeben, dass über 150 Wohnanlagen zukünftig nicht mehr von Foxconn betreut werden, sondern durch externe Immobilienunternehmer. Die Ankündigung folgt der Absicht, an den Standorten zu investieren. Hauptziel der Maßnahme ist laut Foxconn eine angenehmere Wohnumgebung, aber auch eine Öffnung zum normalen Alltag abseits von Foxconn.

Darüber hinaus ist heute bekannt geworden, dass 300.000 Mitarbeiter aus Shenzen nach Tianjin, Qingdao und Wuhan (Henan-Provinz in der Mitte des Landes) umgesiedelt werden sollen. Lediglich 100.000 Mitarbeiter sollen im Werk in Shenzen verbleiben.

In der Freihandelszone Shenzen sollen diese verbleibenden 100.000 Mitarbeiter weiter für Apple Produkte fertigen, so die South China Morning Post weiter. In der Henan-Provinz soll auf 133 Hektar ein neuer Fabrikkomplex entstehen, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinuha. Die Wahl von Henan dürfte auf die besonders hohe Bevölkerungsdichte zurückzuführen sein. Viele chinesische Wanderarbeiter stammen von dort.

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