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Google Android 2.2 (Froyo) - Flash, WLAN-Hotspots und Modularisierung gegen Fragmentierung

Google hat jetzt das nächste große Android-Update 2.2 (Froyo) vorgestellt. Neben neuen Funktionen verrät Google auch, wie man mit Froyo und Gingerbread die laufende Fragmentierung auf 1.5, 1.6 und 2.1 stoppen wil (Lars Craemer, 21.05.2010)
 
Nexus One mit Froyo.
 
Nexus One mit Froyo. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wasser auf die Mühlen der Android-Fans und Flash-Alliierten - bei einem Test der Webseite Androidpolice der neuen Version Froyo von Android 2.2 sind mitunter 450 Prozent Geschwindigkeitszuwachs zu erwarten. Mit Hilfe des Tools Linpack haben die Tester die Leistung der "Dalvik VM" gemessen, sozusagen der elementare Unterbau von Android. Hauptansatzpunkt der Verbesserungen ist eine Übernahme der JIT-Kompilierung in den Kernel.

Zum Vergleich: Das Nexus One von Google besitzt normalerweise Android 2.1 und der Linpack-Benchmark ermittelt 6,5-7 MFlops/s, ein Hero von HTC erreicht hier nur rund 2 MFlop/s. Aber wirklich aufsehenerregend ist die Punktzahl des Nexus One mit Android 2.2, hier werden im Benchmark 37,5 MFlops/s erreicht.

Auch der Browser von Android wurde deutlich
Android 2.2 Froyo
 
Android 2.2 Froyo [Quelle: siehe Bildergalerie]
beschleunigt, so die Entwickler. Mit der neuen Javaengine V8, auf die auch Webkit-Browser setzen, dürften die Skripte deutlich schneller abgearbeitet werden. Google habe auch das Speichermanagement verbessert, was in einem schnelleren Wechsel zwischen den Apps resultiert. Besonders für Business-
Android 2.2 Froyo
 
Android 2.2 Froyo [Quelle: siehe Bildergalerie]
Smartphones ist die bessere Einbindung von Microsoft Exchange interessant. Ebenfalls neu ist der Android Market, der das Finden und Installieren von Anwendungen erleichtern soll. Künftig werden sich Anwendungen auf SD-Karten speichern lassen und das Smartphone wird als WLAN-Hotspot einsetzbar sein. Android 2.2 kann auch Videos samt eingeschaltetem LED-Blitz aufzeichnen. Flash 10.1 wird von Froyo ebenfalls unterstützt. Über den Marktplatz kann dann zunächst die Beta geladen werden.

Einige Hersteller, darunter auch HTC, haben bereits angekündigt, dass die meisten aktuellen Geräte mit Android auf 2.2 geupdatet werden - vermutlich werden die Updates bis Ende des Jahres verfügbar sein. Android 2.2 wird laut Google schon in wenigen Wochen offiziell verfügbar sein.

Ein weiteres Feature von Froyo wird das Streamen von iTunes-Songs sein. Ob der Stream nur über ein lokales Netzwerk möglich sein wird, oder auch eine 3G-Option verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls neu ist eine App-Installation OTA.

Mit Froyo wird Google auch vermutlich den ersten Schritt in Richtung Plattform-Konsistenz beschreiten. So wird Android deutlich abgespeckt und Bestandteile des OS werden entkoppelt und sind dann über den Marketplace verfügbar. So muss man nicht auf ein neues Hersteller-Release von Android warten, wenn beispielsweise ein Hauptmodul verbessert wurde. Dieser Schritt erscheint nur logisch, da der Android-Unterbau mit Froyo und Gingerbread "erwachsen" geworden ist, nun kann man sich auf Module und Apps konzentrieren, darüber hinaus wird den Herstellern Arbeit abgenommen, da die Module universell für die meisten Android-Versionen lauffähig sein sollten. Wie es in diesem Kontext allerdings um 1.5 bis 2.1 bestellt ist, bleibt fraglich. So wird Flash 10.1 als Mindestvoraussetzung Froyo haben.

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