Google verweigert Internet-Zensur in China und geht auf Konfrontationskurs [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update, 15.03.2010: Nach ersten Annäherungen scheinen die Verhandlungen zwischen Google und China wegen einer zensurfreien Google-Suchmaschine nun gescheitert zu sein. Laut der Financial Times sei man sich bei Google sicher, dass man die Suchmaschinen-Sparte zu 99 Prozent in China einstellen wird. Der Grund: Google will zukünftig keine Zensur mehr über seien Suchmaschine betreiben und China gibt in diesem Punkt nicht nach, ermutigt Google aber auf der anderen Seite, in China zu bleiben.
Laut den Berichten wird Google sich vorerst nicht ganz aus China zurückziehen, laut einem Unternehmenssprecher werden Vertreib, Softwareentwicklung und Forschung in China bleiben.
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Wie es aussieht wird Google die Suchmaschine einfrieren bis man entweder unter abgeschwächten Bedingungen wieder an den Start geht oder bis China einlenkt. Die aktuell 30 Prozent am chinesischen Suchmaschinen Markt wird man wohl nicht kampflos aufgeben wollen. Nächste Etappe...]
Update, 12.03.2010: Der Minister für Industrie und Informationstechnologie Li Yizhong hat sich am Rande einer Pressekonferenz zu den andauernden Streitigkeiten zwischen China und Google geäußert. Google hat jederzeit die Möglichkeit den chinesischen Markt zu verlassen, wenn man mit den Gesetzen des Landes in dem man tätig wird nicht akzeptieren kann.
Sollte Google jedoch bleiben und die Zensur-Gesetze nicht achten, wird man mit den Konsequenzen rechnen müssen. Genaue Angaben wie so etwas aussehen würde, gab der Minister natürlich nicht.
Google-Chef Eric Schmidt scheint die Angelegenheit aber eher entspannt zu sehen und kündigte einen baldigen Abschluss für die Gespräche an. Kann ja auch wieder alles heißen. Wohlmöglich hat Google den Hals bei seinen Aussagen zur Zensur etwas zu voll genommen. Sollte dem so sein wird es ein Fest werden, das Zurückrudern in kryptischen Pressemeldungen zu verfolgen.
"Wir beugen uns chinesischem Recht, wir zensieren weiterhin Suchergebnisse, aber in einem absehbarem Zeitraum werden wir dies ändern", sagte Schmidt.
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Soweit wir wissen haben sich ein multinationaler Megakonzern und ein Land noch nie so direkt angelegt. Unterm Strich muss man festhalten, dass Google sich gegen geltendes Recht (wertfrei) stellt. Könnte der Ausgang dieses Konflikts ein Vorgeschmack auf die zukünftige Macht von Staaten und Megakonzernen auswirken? Blade Runner und Co. lassen grüßen.]
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Suchmaschinenbetreiber müssen sich in China den staatlichen Vorschriften unterwerfen und Suchergebnisse zensieren. In einem
Blog-Eintrag stellt Google jetzt aber deutlich klar, dass man nach den Hacker-Angriffen auf Google einen neuen Kurs in China fahren will. Heißt im Klartext: Es wird keine weitere Zensur der Suchergebnisse mehr geben - man wäre aber auch bereit, sich vom chinesischen Markt zu trennen.