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MySpace gegen Facebook und Co. - Zurück in die Zukunft oder Kampf auf verlorenem Posten?

Die neuen MySpace-Chefs Mike Jones und Jason Hirschhorn wollen bis Ende 2010 MySpace durch weitere Umbauten auf Augenhöhe mit Facebook und Co. sein. (Thomas Kipshagen, 11.03.2010)
 
MySpace gegen Facebook und Co. - Zurück in die Zukunft oder Kampf auf verlorenem Posten?
 
[Quelle: siehe Bildergalerie]
MySpace Mail bietet den Nutzern seit dem letzten Jahr einen eigenen Webmail Dienst ohne Postfachlimitierung. Der Webmailer erlaubt es darüber hinaus, Fotos und MP3s als Anhänge mitzusenden.

Der Medienunternehmer Rupert Murdoch kündigte an, MySpace zukünftig eher als Musik- und Video-Plattform vermarkten zu wollen. Demnach liegt der Fokus mehr auf der Unterhaltung und der Entertainment-Mehrwert der vielen verschiedenen Sub-Seiten soll deutlich in den Vordergrund gestellt werden.

Neben der Streichung von Jobs wurden auch mehrere Außenstellen geschlossen. Lediglich die zentralen Außenstellen Berlin, London und Sydney bleiben auf jeden Fall bestehen.

In einem ersten Interview mit der Financial Times haben jetzt auch die neuen Chefs Mike Jones und Jason Hirschhorn Ausblicke auf die neue MySpace-Ausrichtung gegeben. So soll es möglich sein, Inhalte und Musik über die Grenzen von MySpace hinweg auszutauschen, gemeint sind hier Schnittstellen mit anderen sozialen Netzwerken oder Twitter. Darüber hinaus werden Zeitverbrenner Social Network-Spiele den gleichen Stellenwert wie Musik bekommen - ein gewagter Schritt für eine Community die momentan noch von der Bedeutung für Musiker und Musikfans lebt. In dem Interview erläutert man auch, dass MySpace für Anwender die erste Seite im Netz werden soll, die man auf der Suche nach allerhand Informationen ansurft - ist übrigens schon bei Yahoo gescheitert.

Ein Novum, zum Glück aus dem Bereich "alte Werte" stellt die Statusabfrage für Musiker und Bands dar, mit dieser können sie zukünftig verfolgen, wo überall die angebotene Musik eingebettet und angehört wird. Die Änderungen sollen in Wellen erfolgen, den Anfang macht ein schlankeres Design der Seite.

[Wenn MySpace aus der jetzigen Position heraus versucht, ein zweites Facebook zu werden kann man gleich einpacken. Hoffentlich besinnt man sich auf die Musik-Roots und passt zukünftige und bitter nötige Änderungen behutsam an. Sonst wird MySpace bald in einem Atemzug mit Geocities genannt.]

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