Apple App Store

App Store: Erotik-Angebote machen 5 Prozent der App Stores aus

Rund um den Apple App Store gab es in der Vergangenheit einige Diskussionen über das Zulassungsverfahren von Apps. Vor allem Erotik hat bei den Apfelfreunden einen schweren Stand. (Lars Craemer, 24.02.2010)
 
Update, 24.02.2010: Die Löschung von 5.000 Apps hat einige Entwickler hart getroffen. Vor allem, da man anscheinend kaum Zeit hatte sich auf die Sperrung vorzubereiten. Apple hat sich mittlerweile zu den Vorfällen geäußert.

“It came to the point where we were getting customer complaints from women who found the content getting too degrading and objectionable, as well as parents who were upset with what their kids were able to see.”
Apple hat zwar letztes Jahr die Bedingungen für die Store-Zulassungen verschärft, dennoch sind rund 140.000 halbseidene Apps im Angebot - offenbar zu viel für Apples Geschmack. Vor allem kleinere Anbieter sind geschockt und einige wollen sich zukünftig nur noch auf das Android-OS konzentrieren.

Update, 22.02.2010: Laut der Webseite TechCrunch sind in der vergangenen Woche rund 5.000 Apps aus dem App Store entfernt worden. Vor allem Anwendungen mit Bildern leicht bekleideter Frauen sind nicht mehr im Store zu finden. Jedoch sind nicht nur "Porno"-Apps betroffen, auch Bilder mit Frauen in Bikinis waren Apple wohl zu anstößig, aber auch einige Spaßprogramme sind nicht mehr im App Store vertreten.

Der Entwickler von "Wobbler" (bekleidete Frauenbrüste wackelten wenn das iPhone geschwenkt wird) darf das App im Store nicht mehr anbieten - laut Entwickler liegt der Verdienstausfall bei 500 Dollar am Tag. Laut den "Wobbler"-Entwicklern gab es keine offizielle Aussage von Apple zu den neuen Richtlinien, aber ein Apple-Mitarbeiter soll gesagt haben, dass zukünftig keine nackten Frauen und Frauen in Bikinis mehr erlaubt sind.

[Apples Store, Apples Regeln.]

Update, 25.11.2009: Stern hat schnell reagiert und eine überarbeitete und geänderte Version des eigenen Apps durch Apple validieren lassen. Das Stern-App ist wieder im Apple App Store verfügbar. Weitere Infos zum Phönix aus der Asche finden Sie bei den Kollegen von Stern.

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Laut den Angaben von Stern wurde das eigene App fast 400.000-mal aus dem App Store heruntergeladen, nun zog Apple den Stecker. Begründung: Zu viel nackte Haut.

Der Pressesprecher Kurt Otto von Gruner+Jahr dazu: "Es hat eine "Dissenz um die Erotik-Galerie" gegeben, wir wollen die Situation jedoch nicht eskalieren lassen und führen einen Dialog darüber, welche Inhalte möglicherweise noch für ethischen Anstoß sorgen könnten. Allerdings ist es ärgerlich, dass das App ohne Ankündigung entfernt wurde und auch die Diskussion über leicht bekleidete Frauen scheint sehr "praxisfern" zu sein."

Nach wie vor ist die Absegnung eines Apps im Store eher undurchsichtig. Entwickler müssen zunächst 99 Doller bezahlen, dafür gibt es anschließend Hilfestellungen, mittlerweile kann man sich sogar über den Verlauf des Prüfungsprozesses informieren - das war nicht immer so. Allerdings gibt es noch viele Fragezeichen von Seiten der Entwickler, so ist es beispielsweise verboten in einem App Hilfestellung für die Entwicklung von Atomwaffen oder chemischen Kampfstoffen zu liefern [logisch], aber einen Katalog mit ausführlichen App-Bestimmungen gibt es nicht. So wissen die Entwickler im Vorfeld oft nicht, welche Punkte in einem App dem Store-Betreiber eine Spur zu weit gehen.

Laut Stern hat sich Apple trotz Anfrage noch nicht zu den Vorgängen geäußert, der Apple-Pressesprecher Georg Albrecht hat aber durchblicken lassen, dass das Stern-App bald wieder verfügbar sein könnte.

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