Verluste und Entlassungen bei EA und Übernahme von Playfish [Quelle: siehe Bildergalerie]
Das abgelaufene Quartal lief für EA nicht gerade rosig, was die Bilanz angeht. Electronic Arts verbucht 788 Millionen US-Dollar Umsatz, was einem Rückgang zum Vorjahresquartal entspricht (894 Millionen US-Dollar). Der Publisher generierte dabei einen Verlust von 391 Millionen US-Dollar - ebenfalls mehr als im Vorjahresquartal (310 Millionen US-Dollar). Für das laufende Jahr hat man 3,6 bis 3,9 Milliarden US-Dollar Umsatz eingeplant. Das Geschäftsjahr endet in der Spielebranche üblicherweise zum 31. März 2010.
EA hat für 300 Millionen US-Dollar den Social-Games-Spezialisten Playfish akquiriert. Sollte dieser Erfolg haben und seine Ziele erreichen, kann EA weitere 100 Millionen US-Dollar auf die Haben-Seite verbuchen.
FIFA 10 ist das erfolgreichste Spiel im abgelaufenen dritten Quartal, da es sich in den ersten Wochen bereits 4,5 Millionen Mal verkaufte. Laut EA sei dies der stärkste Start eines hauseigenen Titels in Europa. Madden NFL, das Spiel zum Volkssport der US-Amerikaner, wurde naturgemäß auch gut abgesetzt und liegt bei 3,9 Millionen Einheiten. Auf dem dritten Platz liegt Need for Speed Shift, das 2,5 Millionen Mal über die Ladentheke wanderte.
In Plattformen aufgeteilt erreichte EA folgende Umsätze (Vorjahreswerte in Klammern):
- PC: 12% (25%)
- Xbox 360: 31% (26%)
- PS3: 28% (16%)
- Wii: 12% (11%)
- PS2: 5% (9%)
- PSP: 3% (3%)
- NDS: 2% (4%)
Die Zahlen werden nicht ohne Folgen bleiben: EA wird 1.500 Mitarbeiter entlassen. So sollen 100 Millionen US-Dollar pro Jahr eingespart werden. Die Kündigungen verursachen im Gegenzug allerdings 120 bis 150 Millionen US-Dollar einmalige Kosten. Das Personal soll bis zum 31. März 2010 abgebaut sein. Bereits Ende 2008 hatte sich EA von knapp 1.000 Mitarbeitern getrennt. Besonders die folgenden Studios sind von den personellen Veränderungen betroffen: EA Blackbox (NFS Shift), EA Tiburon (Madden NFL) und EA Redwood (Dead Space, Dantes Inferno). Das Studio Mythic (Warhammer Online) trifft es mit 40 Prozent der Studiobelegschaft besonders hart.
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