Art. Lebedev Studio - Optimus Maximus (25) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Optimus Maximus des russischen Designers Art Lebedev ist ein teures Stück Hardware, welches nur entfernt mit herkömmlichen Tastaturen zu vergleichen ist. Natürlich verfügt das Keyboard über in den Korpus eingelassene Tasten und wird mittels USB an den PC (oder Mac) angeschlossen, doch mehr Übereinstimmungen lassen sich nicht finden.
Jede der 113 übergroßen, etwas klapprigen Tasten verfügt über ein eigenes OLED Display, welches nicht nur Buchstaben, sondern auch Bilder in jeder gewünschten Form darstellen kann. Die Einstellungen mittels der Software, die nicht Bestandteil der Lieferung ist, sondern auf der Webseite von Art Lebedev heruntergeladen werden muss, geht locker und leicht von der Hand. So können Sie beispielsweise die Buchstabendarstellung mit verschiedenen Schriftarten und Größen auswählen. Aber auch andere Optionen sind gegeben: So können Sie ein beliebiges Bild in die Software ziehen und durch die OLED-Tasten darstellen lassen. Vor allem Anwender, die viel mit Shortcuts arbeiten (z.B. in Photoshop), können so den Befehlen eindeutige Bilder zuordnen und spezielle Programm-Tastaturbelegungen erstellen.
Art. Lebedev Studio - Optimus Maximus (16) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nettes Gimmick: Die CPU-Auslastung oder Systemzeit lässt sich auf einer beliebigen Taste darstellen. Da jedes Display 10,1 x 10,1 Millimeter groß ist und über eine Auflösung von 48 x 48 Pixeln bei 65.536 Farben verfügt, ist die Darstellung jederzeit gut lesbar, vorausgesetzt, dass die Tasten nicht direkt angestrahlt werden. Einfallende Lichtquellen spiegeln sich unter Umständen nämlich auf den durchsichtigen Tasten-Verkleidungen und führen zu störenden Blend-Effekten. Diese Schutzummantelung ist allerdings notwendig, um die Lebensdauer der ansonsten unbeweglichen Mini-Displays zu schonen. Erschwerend kommt hinzu, dass nach einigen Minuten Tastaturgeklapper die Schutzhüllen mit Fingerabdrücken übersät sind. Insgesamt führt dies jedoch dazu, dass die Tasten insgesamt zu groß geraten sind, um auf längere Dauer ein ermüdungsfreies Schreiben zu ermöglichen.
Fazit: Die Optimus Maximus ist auf jeden Fall ein nettes High-Tech-Spielzeug für schwerreiche Design-Fetischisten - bei einem Preis von 1.660 Euro
(Preisvergleich) ist die Käuferschicht vermutlich ohnehin dünn und ob das Brett auf Lager ist, sei auch dahingestellt. Unser Testmuster haben wir bei
getDigital gefunden - spontane Käufer könnten dort noch ein Exemplar ohne Wartezeit ergattern. ;)
(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)